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Warum Digitalisierung allein nicht ausreicht

21.01.2024

Stellen Sie sich ein grosses Einzelhandelsunternehmen vor, das beschliesst, ein fortschrittliches Warenwirtschaftssystem zu implementieren, um seine Lagerbestände effizienter zu verwalten. Die Geschäftsleitung und die Unternehmensentwicklung ist begeistert von den Möglichkeiten, die das System bietet – verringerte Lagerkosten, verbesserte Bestandsverfolgung und die Aussicht auf eine gesteigerte Gesamteffizienz. Doch in der Praxis stellt sich heraus, dass der Kauf dieser Technologie allein nicht ausreicht. Die Mitarbeiter, die täglich mit dem System arbeiten sollen, wurden in die Entscheidung nicht einbezogen. Sie finden sich plötzlich mit einer neuen, komplexen Software konfrontiert, deren Funktionsweise und Nutzen für sie unklar und kompliziert sind. Schulungen wurden vernachlässigt, und so bleibt das System weit hinter seinem Potenzial zurück. Die Mitarbeiter kämpfen mit der Benutzeroberfläche, und die versprochenen Effizienzgewinne verwandeln sich stattdessen in Frustration und Zeitverlust.

Dieses Szenario ist kein Einzelfall, sondern leider eher die Regel. Es zeigt deutlich, dass die blosse «Digitalisierung» eines Teilprozesses nicht ausreicht. Viele Unternehmen machen den Fehler, in teure digitale Systeme zu investieren, ohne die tatsächlichen Bedürfnisse und Prozesse ihres Unternehmens zu berücksichtigen. Diese Top-Down-Ansätze führen oft zu einer Kluft zwischen den Fähigkeiten der Technologie und den tatsächlichen Anforderungen der Nutzer. Als Ergebnis werden die digitalen Tools nicht vollständig oder effektiv genutzt, da sie nicht ganzheitlich in die täglichen Arbeitsabläufe integriert sind.

Das Problem: In vielen Unternehmen übernimmt niemand die Verantwortung für die erfolgreiche Integration einer Software. Ohne eine engagierte Führung, die den digitalen Wandel aktiv unterstützt und begleitet, bleiben viele Digitalisierungsinitiativen unvollständig oder werden halbherzig umgesetzt.

Die Folgen einer solchen oberflächlichen Digitalisierungsstrategie sind deutlich spürbar. Die Mitarbeiter fühlen sich nicht abgeholt und sind unzufrieden, was die Effizienz trotz des Tools nur minimal steigert oder sogar zu Rückschritten führt. Schliesslich fällt die Schuld dann häufig auf die Hersteller der bezogenen Software.

Ein effektiverer Ansatz für Unternehmen wäre, einen ganzheitlichen Blick auf die Digitalisierung zu werfen. Dies bedeutet, die Mitarbeiter von Anfang an in den Entscheidungsprozess einzubeziehen, um sicherzustellen, dass die Technologie ihren Bedürfnissen entspricht. Es erfordert auch umfassende Schulungen und fortlaufende Unterstützung, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter die neuen Systeme effektiv nutzen können.

Kurz gesagt, in einem Zeitalter, in dem die Technologie eine immer wichtigere Rolle in der Geschäftswelt spielt, müssen Unternehmen erkennen, dass der blosse Erwerb digitaler Tools nicht ausreicht. Es ist die Art und Weise und übergeordnete Strategie, wie diese Tools in den Unternehmensalltag integriert und von den Mitarbeitern angenommen werden, die letztendlich über den Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Durch einen ganzheitlichen, mitarbeiterzentrierten Ansatz kann die Digitalisierung ihr volles Potenzial entfalten und zu echtem Fortschritt und langfristigem Erfolg führen.

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